Bauaufzüge: Baustoffe sicher nach oben befördern

  • 16. Juni 2020

Bauaufzüge gehören zu den Schrägaufzügen und besitzen daher eine um mindestens 15 Prozent geneigte Fahrbahn. Transportiert werden mit dem Bauaufzug Baustoffe, Möbel und andere Materialien, er ist nicht für den Transport von Menschen vorgesehen. Die EU-Norm sieht vor, dass Bauaufzüge an Gebäuden bei dauerhafter Nutzung den Regelungen der EU-Aufzugsrichtlinien entsprechen müssen.

Funktion von Bauaufzügen

Ein Leitersystem bewegt den Förderschlitten eines Bauaufzugs nach oben oder unten. Auf diesem Schlitten lassen sich die gewünschten Materialien befördern. Der Motor des Gerüstaufzugs wird mit einem Akku betrieben, teilweise werden Dieselmotoren verwendet. Der Förderschlitten wird mithilfe von Seilen oder Ketten gezogen. Teilweise sind die Förderschlitten neigbar, sodass das transportierte Gut auf dem Bauaufzug nicht kippen oder rutschen kann.

Gut zu wissen: Ein Gerüstaufzug ist klein genug, um in einem Transporter zur Baustelle gefahren zu werden. Auch Privatpersonen bewegen gemietete Bauaufzüge für ein Gerüst damit ohne Probleme von A nach B.

Bauaufzüge für verschiedene Einsatzmöglichkeiten

Die verschiedenen Bauaufzug Hersteller haben unterschiedliche Modelle im Angebot. Welcher Baulift der richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • nötige Förderhöhe
  • Hubgeschwindigkeit
  • maximale Tragkraft
  • nötiges Knickstück

Bauaufzüge mit dem genannten Knickstück sind vor allem als Dachdeckeraufzug geeignet, denn der Transport von Baumaterial auf das Dach wird damit deutlich einfacher. Die Dachkante als wichtigstes Hindernis wird damit überwunden. Wichtig ist bei dieser Art von Aufzug, dass die Fußplatte großflächig genug ist, um einen sicheren Stand des Lifts zu gewährleisten.

Verschiedene Arten von Bauaufzügen

Baulifte sind beispielsweise als Dachdeckeraufzüge nutzbar. Sie zählen zu den Schrägaufzügen und besitzen den oben bereits erwähnten Knick für den erleichterten Materialtransport. Hier sind verschiedene Förderplattformen und Pritschen vorhanden, sodass großes und kleines Baumaterial sicher oben ankommt. Zusätzlich können Schutzgitter montiert werden, damit das Material vor einem Absturz gesichert ist.

Eine andere Form des Baufzugs ist der Leiterlift, dessen Neigung der Fahrbahn die Zugehörigkeit zu den Schrägaufzügen erklärt. Die Förderschlitten werden hierbei über Leitern bewegt. Auch Seilaufzüge müssen an dieser Stelle erwähnt werden, sie sind ideale Helfer bei der Arbeit am Gerüst und mit verschiedenen Hubgeschwindigkeiten erhältlich. Unten an den Gerüstteile wird der Antrieb der Seiltrommel befestigt, der Schwenkarm in der gewünschten Höhe des Gerüsts. Der Vorteil: Ein Umsetzen des Bauaufzugs ist einfach und schnell möglich.

Bauaufzüge betreiben: Bitte beachten!

Wer einen Bauaufzug betreibt, muss sich an die Vorschriften der BG Holz und Metall halten. Die Berufsgenossenschaft hat das Regelwerk „Betreiben von Bauaufzügen zur Beförderung von Gütern“ herausgegeben, hier sind sämtliche Maßnahmen zur Unfallverhütung aufgeführt.
Wichtig ist des Weiteren, dass angegebene Nutzlasten nicht überschritten werden, zudem muss die mögliche Förderhöhe ausreichend sein. Decken und Spanngurte sind anzuwenden, um das Transportgut zu sichern.

Für Unternehmer gilt außerdem zu beachten, dass die DIN VDE 0100 Teil 704 einzuhalten ist, die vorgibt, dass elektrisch betriebene Baulifte z. B. über einen Baustromverteiler oder einen ähnlichen Speisepunkt zu betreiben sind. Ein FI-Schalter muss vorhanden sein. Des Weiteren müssen Unternehmer die DIN 4420-1 beachten, die das Vorhandensein von Absturzvorrichtungen am Bauaufzug regelt.

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