Achtung UV-Strahlung – Vorsorge ist besser als Nachsorge

  • 12. Mai 2021

Ja, kaum zu glauben, wenn man so rausschaut, aber wir haben Frühling und mit dem Frühling kommt die Sonne. Wusstest du, dass die UV-Strahlung der Sonne ähnlich krebserzeugend wie beispielsweise Tabak oder Asbest ist und das jährlich ca. 200.000 Menschen an Hautkrebs erkranken (Quelle)? Tja, ich tatsächlich auch nicht, daher habe ich mich die letzte Woche mit diesem Thema auseinandergesetzt und möchte euch in diesem Beitrag aufzeigen, wie ihr euch und eure Mitarbeiter bei Arbeiten im Freien schützen könnt.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Was hat das Baugewerbe, die Postzustellung und beispielsweise die Landwirtschaft gemeinsam? Richtig, der Arbeitsalltag findet überwiegend im Freien statt. Das bedeutet, dass das Risiko einer Hautkrebserkrankung dreimal höher ist als bei Beschäftigen, die nicht im Freien arbeiten. Deshalb sind seit 2015 auch in der Berufskrankheitenliste bestimmte UV-bedingte Hautkrebsarbeiten als neue Berufskrankheit aufgenommen worden.

Um das Risiko von Hautkrebserkrankungen zu minimieren, sollte in erster Linie auf die korrekte Arbeitsbekleidung geachtet werden:

  • das Tragen von einer geeigneten Kopfbedeckung inkl. Nackenschutz
  • Körperbedeckende Bekleidung, am besten aus Baumwolle mit langen Ärmeln und Beinen
  • UV-Schutzbrille
  • Sonnenschutzmittel mindestens LSF 30 jedoch besser LSF 50 (alle 2 Stunden Nachcremen)

Empfohlene Schutzmaßnahmen für die Arbeit im Freien

In den Sommermonaten kann es besonders heiß werden – besonders bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten. Daher empfiehlt die BG Bau folgende Schutzmaßnahmen:

  • Beschattung der Arbeitsplätze
  • Klimatisierung von Fahrerkabinen in Baumaschinen und Fahrzeugen
  • Verringerung der körperlichen Anforderungen der Arbeit, z. B. verstärkter Einsatz von technischen Hilfsmitteln
  • Körperlich stark beanspruchende Arbeitsvorgänge auf kühlere Tage bzw. Tageszeiten verlagern
  • Vermeidung von Tätigkeiten in direkter Sonne
  • Verzicht auf Leistungslohnsysteme in Hitzeperioden
  • Einsatz zusätzlicher Hilfskräfte
  • Anpassung des Arbeitstempos an die Leistungsfähigkeit
  • Erhöhung von Zahl und Länge der Ruhepausen
  • Schaffung von schattigen, kühlen (ggf. klimatisierten) Pausenplätzen
  • Bereitstellung von kühlen Getränken in der Nähe der Arbeitsplätze (geeignet sind Trink- und stilles Mineralwasser sowie ungesüßter Kräutertee)
  • Organisation von kurzen Trinkpausen ca. alle 20 Minuten (oder öfter)
  • Unterweisung der Beschäftigten zu den betrieblichen Maßnahmen und zum richtigen Verhalten bei Hitze, zu den Symptomen von Hitzeerkrankungen und zur Ersten Hilfe

Hier findest du hilfreiche Downloads:

Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien – BG BAU

Elena

Über die Autorin: Elena

Elena Burgardt ist bereits seit 2016 im Bereich Online Marketing bei der Firma Rolle Gerüstvertrieb e.K. tätig. Da Schreiben eine Leidenschaft von Elena ist, übernahm Sie vor zwei Jahren den Gerüstblog und begeistert mit Ihren Beiträgen und Recherchen unterschiedliche Personengruppen.
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