Photovoltaik Reinigung: Wir zeigen wie du deine PV-Anlage wieder sauber bekommst

  • 19. November 2021

Ob und vor allem wann sich eine Photovoltaikanlage rechnet, hängt vom Ertrag ab. Aber nicht nur die Dauer der Sonneneinstrahlung ist entscheidend, sondern auch die Sauberkeit der Module. Witterungseinflüsse und Feinstaub lassen mit der Zeit Verschmutzungen auf der Anlage entstehen. Je stärker dieser Belag wird, umso geringer der Stromertrag. Deshalb ist auch bei der Photovoltaik eine Reinigung bisweilen eine notwendige Maßnahme, die Du regelmäßig vornehmen solltest.

Fragen auf einen Blick:

  1. Welches Gerüst benötige ich für die Reinigung einer Photovoltaikanlage?
  2. Wie reinige ich eine Photovoltaikanlage?
  3. Welche Hilfsmittel benötige ich zur Photovoltaik Reinigung?
  4. Darf ich die Solarmodule betreten?
  5. Warum muss ich die Solaranlage reinigen?

Sauberkeit sorgt für Effizienz

Je nach Wohngebiet ist die Photovoltaik verschiedenen Emissionen ausgesetzt. Die Verschmutzung schreitet sehr schnell fort, wenn Schornsteine oder der naheliegende Straßenverkehr in hohem Maße Feinstaub produzieren, den Wind und Regen auf die Solaranlage transportieren. Auch die Neigung der Module spielt eine Rolle bei der Bildung des Belags.

Durch die Eintrübung der oberen Glasschicht erhalten die Solarzellen weniger Lichtenergie. Das Resultat ist ein geringerer Ertrag der Anlage. Damit erhältst Du aber auch einen zuverlässigen Indikator. Denn bei einer sinkenden Leistung wird es Zeit, die nächste Solarreinigung einzuplanen.

Der Einfluss der Schmutzbildung auf die Stromerzeugung

Im Prinzip wirkt ein Schmutzbelag auf den Modulen wie eine Verschattung, Effizienz und Ertrag der Anlage sinken mit dem Grad der jeweiligen Verunreinigung. Dabei kann sich ohne weiteres eine Reduzierung um 10 bis 20 Prozent ergeben, was die Rendite erheblich herabsetzt. Außerdem erhöht sich der Reparaturbedarf, wenn sich die Verschmutzungen an den umlaufenden Rändern der Anlage bilden. 

Hilfsmittel für die PV Reinigung 

Die PV Module sind meist mit einer Antireflexbeschichtung überzogen, die sensibel auf herkömmliche Reiniger reagiert. Auch eine harte Bürste kann Schäden verursachen. Der Handel bietet jedoch Spezialreinigungsmittel auf ökologischer Basis an, auch weiche Reinigungsbürsten sind im örtlichen Baumarkt erhältlich. Das Wasser sollte kalkarm sein, sonst bilden sich Schlieren auf dem Glas. Besonders geeignet für die PV Reinigung ist entmineralisiertes (destilliertes) Wasser.

Gefallener Schnee lässt sich am besten mit einem weichen Besen entfernen, das Laub kannst Du mit bloßen Händen wegwischen. Oberflächlichen Staub entfernt man mit einem weichen Tuch und etwas Wasser. Außerdem finden sich im Handbuch des Herstellers dessen Vorgaben für die Reinigung. Meist wird verlangt, bei der Photovoltaik die Reinigung ausschließlich mit einem Schwamm oder Tuch und Wasser vorzunehmen. 

Eine normale Zufuhr von Wasser mit einem Schlauch ist völlig ausreichend, der Hochdruckreiniger hat bei der Solarreinigung NICHTS zu suchen. Mit einer Teleskopstange langt man auch in entfernte Regionen, ein Gerüst (s. u.) ist in vielen Fällen unverzichtbar

Die Solarreinigung durchführen

Der Solargenerator ist erst zu säubern, wenn seine Module abkühlen konnten. Spät am Abend oder früh morgens beginnt der Handwerker mit der Maßnahme, wenn die Sonneneinstrahlung die Anlage nicht mehr oder noch nicht aufheizt. Anderenfalls sind die Elemente zu warm, und durch das Putzwasser entstehen störende Flecken, auf denen sich neuer Schmutz sammelt. Auch kaltes Wasser stellt ein Risiko dar, wenn die Module gerade im Sonnenlicht Strom erzeugen. Dann entstehen thermische Spannungen, die das Glas und die Stromzellen beschädigen. 

Der Heimwerker sollte es unterlassen, die Anlage zu betreten oder auf ihr zu knien. Denn dann ergeben sich punktuelle Überlastungen und in der Folge kleinste Risse im Glas. Stromschläge oder Kurzschlüsse entstehen, wenn die elektrischen Systeme mit Wasser in Berührung kommen. Besonders gefährlich sind unentdeckte Defekte an Steckern und Kabeln.

Manche Anlagen sind für den Laien jedoch nur schwer erreichbar. Dann empfiehlt sich die Installation eines Baugerüsts, oder man beauftragt einen Fachbetrieb. Oft bietet aber ein Dachfenster die Möglichkeit, mit einer Teleskopstange alle Elemente der Solaranlage zu erreichen. 

Wie oft sollte man die Photovoltaik reinigen?

Der Rhythmus der Reinigungen ergibt sich aus den Bedingungen der Umgebung. Eine erhöhte Verschmutzung entsteht in der Nähe landwirtschaftlicher Betriebe, von Industrieanlagen und viel befahrenen Straßen. Dann ist eine Reinigung einmal im Jahr sinnvoll. Bei einer normalen Verschmutzung reicht es, die Säuberung jeweils nach zwei Jahren erneut durchzuführen.

Aber auch bestimmte Anlässe sind ein Grund für Säuberungen. Der Wechsel der Jahreszeiten führt jeweils zu anderen Bedingungen und ist immer eine Gelegenheit, Verschmutzungen zu entfernen. Auch sichtbare Verunreinigungen wie Vogelkot sollten nicht allzu lange die Effizienz der Anlage beeinträchtigen, gleiches gilt für Laub oder Schnee in Herbst und Winter. 

Welcher Gerüsttyp kommt für die Solarreinigung in Frage? 

In vielen Fällen wird das Reinigen einer Solaranlage ohne ein Gerüst nicht möglich sein. Denn nur so befindest Du Dich in einer Arbeitsposition, die der Aufgabe entspricht. Mit der oben bereits beschriebenen Verlängerung kommst Du dann bequem an das zu säubernde Objekt heran. Je nach Installation der Anlage kannst Du jedoch nicht jeden Gerüsttyp verwenden. Auch die Beschaffenheit des Bodens, auf dem die Arbeitsplattform zu stehen kommen soll, spielt eine wesentliche Rolle bei der Auswahl.

Gerüst Aufbau

Rollgerüst Aufbau

Das Dachfanggerüst

Wie auch das einfache Fanggerüst zählt das Dachfanggerüst zu den gesicherten Schutzgerüsten. Es soll verhindern, dass ein Beschäftigter bei Arbeiten auf dem Dach abstürzt. Aber es bewahrt auch Personen, die sich unten aufhalten, vor einem Schaden, der durch herabfallende Baumaterialien oder Werkzeuge entstehen kann. Bei einer größeren Wohnanlage ist diese Gerüstart bei verschiedenen Arbeiten der Standard. 

Üblicherweise setzen die Unternehmen diese Plattformen bei Dächern ein, deren Neigung größer ist als 20 Grad. Flachdächer sind deshalb ungeeignet für eine derartige Konstruktion. Die einschlägigen Normen, nämlich die DIN 4420-1 und 18451, geben Auskunft über die vorgeschriebenen Eigenschaften derartiger Gerüste. Die Bestimmungen definieren etwa die Mindestbreite einer Fanglage und ihren maximaler Abstand zur Absturzkante. Genauso legen die gesetzlichen Vorgaben den Abstand der installierten Schutzwand zur Absturzkante und ihre Höhe fest. 

Folgende Kosten entstehen: Für das Erstellen und den Abbau nach einer Standzeit von vier Wochen ist bei einem Schutzgerüst mit einem Preis von etwa zehn Euro pro Quadratmeter zu rechnen. Netze und Schutzgitterstützen die für dieses Gerüst benötigt werden, werden noch zusätzlich berechnet. Da liegt der Preis dann nochmal bei ca. fünf bis acht Euro extra.

Das Rollgerüst

Bei einer kleineren Photovoltaikanlage kann ein Rollgerüst eine Alternative sein. Denn es ist flexibel verwendbar und man spart Kosten, weil nicht die gesamte Fassade eingerüstet wird. Allerdings muss der Boden so beschaffen sein, dass die Arbeitsbühne problemlos verstellt werden kann. Das heißt, er sollte eben und in seiner Gesamtheit tragfähig sein.

In seiner kleinen Ausführung bei einer Arbeitshöhe von etwa fünf Metern ist eine Leihgebühr zwischen 250 und 300 Euro zu erwarten. Der Kaufpreis für ein Fahrgerüst gleicher Größe beträgt ungefähr 1300 Euro.

Das Giebelgerüst

Ein Giebelgerüst ist im Prinzip das selbe wie ein normales Baugerüst. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass es an den jeweiligen Hausgiebel angepasst wird. Entsprechend der Dachneigung verjüngt sich die Arbeitsplattform deshalb nach oben. Wenn sich die Solaranlage also am Giebel befindet, ist dieser Gerüsttyp zu empfehlen. Je nach der Beschaffenheit der Umgebung kann diese Form aber ebenfalls sinnvoll sein, wenn man die Photovoltaik auf dem Dach, auch wieder mit einer Verlängerung, reinigen will. 

Die Kosten unterscheiden sich kaum von denen bei einer normalen Arbeitsplattform. Meist fallen sie etwas niedriger aus, weil im oberen Bereich nicht die gesamte Breite des Hauses abgedeckt werden muss. Der Kauf eines solchen Giebelgerüst für eine normale Giebelseite beträgt ca. 2700 Euro. Die Miete für drei Wochen beträgt ortsabhängig etwa 2000 Euro.

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Elena

Über die Autorin: Elena

Elena Burgardt ist bereits seit 2016 im Bereich Online Marketing bei der Firma Rolle Gerüstvertrieb e.K. tätig. Da Schreiben eine Leidenschaft von Elena ist, übernahm Sie vor zwei Jahren den Gerüstblog und begeistert mit Ihren Beiträgen und Recherchen unterschiedliche Personengruppen.
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