Mehr Sicherheit im Gerüstbau: Wir zeigen dir, auf was du achten solltest

  • 18. Januar 2021

Während des Gerüstaufbaus und -abbaus gibt es viele Gefahrenquellen. Es liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers, für sichere Gerüstarbeiten zu sorgen. Dazu zählen nicht nur gutes Schuhwerk, sondern auch sichere Zugangswege oder einen festen Unterbau. Wir zeigen dir in 5 Schritten, auf was du achten solltest.

1. Richtige Schutzbekleidung

Zu der Schutzbekleidung gehören folgende Dinge: Sicherheitsschuhe, Warnweste, Sicherheitsshandschuhe, Helm und ggf. Schutzbrille. Mit der richtigen Sicherheitsbekleidung werden die wichtigsten Körperregionen geschützt. Wichtig ist auch das Beachten jeglicher Herstellerinformationen der verschiedenen Kleidungsstücke, denn nur so kann der tatsächliche Schutz garantiert werden.

2. Gerüstaufbau

Beachte, dass der Gerüstaufbau sowie Abbau nur nach der Aufbauverwendungsanleitung des Herstellers erfolgen darf. Doch bevor ein Gerüst aufgebaut wird, muss vorerst das gesamte Bauwerk vermessen und dementsprechend markiert werden. Anschließend muss eine Montageanweisung mit den wichtigsten Informationen erstellt werden, dazu gehört: Gerüstbauart, Last- und Breitenklassen, Abmessung, Umgebungseinflüsse und Verankerung. Außerdem dürfen die verwendeten Gerüstteile nicht beschädigt sein. Fehlende Gerüstteile verhindern die Inbetriebnahme des Gerüstes.

3. Sicherheit während der Gerüstbauarbeiten

Während des Gerüstaufbaus ist eine Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) zu tragen und das Montagesicherheitsgeländer (MSG) zu verwenden. Da das MSG nicht bei allen Baugewerken verwendet werden kann, muss auf ein PSAgA zurückgegriffen werden. Daher muss beides griffbereit und mit auf der Baustelle sein.

Seit 2019 ist laut TRBS-2121 (Technischen Regeln für Betriebssicherheit) „Gefährdung von Beschäftigen durch Absturz bei der Verwendung von Gerüsten“: Das bedeutet, dass die oberste noch nicht fertig erstellte Gerüstlage, bereits von unten gesichert werden muss, bevor der Gerüstersteller / Gerüstbauer einen Schritt drauf machen darf.

Als Schutzmaßnahme ist ein Seitenschutz, vorlaufender Seitenschutz oder ein Montagesicherungsgeländer (MSG) einzusetzen. Sind Absturzsicherungen nicht möglich, müssen Auffangeinrichtungen, z. B. Schutzgerüste, Schutznetze usw. verwendet werden. Doch sind die Begebenheiten begrenzt und es ist nicht möglich ein MSG anzubringen, so muss eine geeignete persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) verwendet werden.

4. Sichere Zugänge

Das Gerüst muss durch sichere Zugänge erreichbar/begehbar sein. Bei kleineren Gerüsten sind Durchstiegsbrücken und Treppen zu verwenden. Bei Gerüsten ab einer bestimmten Höhe kommen Aufzüge oder Transportbühnen in Frage.

5. Gerüstverankerung

Damit ein Gerüst nicht umfallen kann, muss dieses an der Fassade des Gebäudes oder Bauwerk verankert werden. Dafür gibt es spezielle Anker / Gerüsthalter, Dübel und Ringschrauben. Die Verankerungsabstände müssen der Montageanweisung und/oder der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers entnommen werden.

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