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Winter Sale 2025

Dachformen im Überblick – und welches Gerüst du dafür wirklich brauchst

03.02.2026

„Wir müssen aufs Dach.“ – klingt simpel, ist es aber selten. Denn ob du am Dach sicher arbeiten kannst, hängt nicht nur vom Projekt ab (PV, Dachrinne, Ziegel, Abdichtung), sondern ganz stark von der Dachform und der Dachneigung.

Und genau da passieren die typischen Fehler: Man plant nur ein normales Fassadengerüst, steht oben an der Traufe – und merkt: Da fehlt mir die passende Sicherung fürs Dach.

Ich zeige dir hier erst kurz, wie die Dachformen aussehen, und dann ganz praxisnah, welche Gerüstlösung dazu passt: Dachfanggerüst, Fanggerüst, Giebelgerüst, Flachdachabstützung, Rollgerüst – und wann ein „normales“ Gerüst allein reicht.

Satteldach: zwei Dachflächen, vorne oft ein „Dreieck“ (Giebel)

So erkennst du’s: Zwei geneigte Dachflächen treffen sich oben am First. An den Stirnseiten entsteht meist ein dreieckiger Abschluss – der Giebel (bei klassischem Satteldach). Der Giebel läuft entlang des Ortgangs und bildet typischerweise ein Dreieck.

Gerüst-Empfehlung (praxisnah):

  • Für Fassadenarbeiten (Putz, Fenster, Dämmung): Fassadengerüst als Basis.
  • Für Arbeiten am Dach (Traufe, Ziegel, PV, Kaminanschlüsse): oft ein Dachfanggerüst (für das Satteldach).

Warum? Bei Dacharbeiten auf geneigten Flächen wird häufig eine Auffangeinrichtung gebraucht. Die BG BAU beschreibt Dachfanggerüste als Lösung, wenn z. B. eine Dachschutzwand an der Traufe nicht eingesetzt werden kann – Dachfanggerüste sollen dann abstürzende Personen auffangen.

In einer Praxis-Zusammenfassung (SHK-Handwerk) wird das für Dächer mit mehr als 22,5° bis 60° Neigung und über 2,0 m Absturzhöhe ab Traufe ausdrücklich genannt (Dachfanggerüst oder Dachschutzwand, ggf. beides).

Haus mit Satteldach

Kurz gesagt: Satteldach = sehr oft Fassadengerüst + Dachfanggerüst, sobald du wirklich am Dach arbeitest (nicht nur „Fassade streichen“).

Walmdach: Dachflächen auf allen Seiten (kein klassischer Giebel)

So erkennst du’s: Beim Walmdach sind auch die Stirnseiten „abgeschrägt“ – du hast also keine senkrechte Giebelfläche, sondern rundherum geneigte Dachflächen. Das Dach wirkt „wie eine Haube“, die überall runterläuft.

Gerüst-Empfehlung:

  • Meistens ist ein umlaufendes Fassadengerüst sinnvoll, weil du rund ums Haus an Traufen/Dachrinnen und Fassadenbereiche musst.
  • Wenn Dacharbeiten anstehen und die Dachneigung/Absturzhöhe 22,5° oder mehr ist: Schutzgerüst als Zusatz (wie beim Satteldach – entscheidend ist Neigung/Absturzhöhe, nicht der Name des Daches).
Einfamilienhaus mit Walmdach

Krüppelwalmdach: „Walm oben“, aber unten bleibt ein Giebelrest

So erkennst du’s: Oben sind die Stirnseiten abgeschrägt (Walm), aber darunter bleibt ein trapezförmiger Giebelrest. Das ist ein Dach, bei dem man den Giebel nicht komplett „wegwalmt“.

Gerüst-Empfehlung:

  • Fanggerüst als Grundgerüst.
  • Wenn du genau an diesem Giebelrest arbeiten musst (z. B. Verkleidung/Anschluss/Anstrich): Giebelgerüst (für das Einrüsten eines Dachgiebels) als Ergänzung.

Ein Giebelgerüst ist im Prinzip dafür gedacht, am Giebelbereich sicher arbeiten zu können – also dort, wo die Dachkante am Ortgang und die Giebelfläche dir sonst „wegläuft“. (Je nach Hausform kann das als Erweiterung/Anpassung am Fassadengerüst umgesetzt werden.)

Einfamilienhaus mit Krüppelwalmdach

Pultdach: eine Dachfläche, eine Richtung (wie „schräges Brett“)

So erkennst du’s: Eine einzige geneigte Dachfläche – vorne höher, hinten niedriger (oder umgekehrt). Keine „Firstlinie“ wie beim Satteldach.

Gerüst-Empfehlung:

Hier hängt viel davon ab, wo du arbeitest: an der niedrigen Traufe, am hohen Rand, am Ortgang. Wenn eine klassische Absturzsicherung (Seitenschutz) an der Absturzkante nicht möglich ist und die Fläche nicht steiler als ca. 22,5° ist, kommt in der Praxis häufig ein Dachdeckergerüst (Pultdach) ins Spiel: Dachdeckergerüste sollen abstürzende Personen auffangen und werden eingesetzt, wenn kein Seitenschutz möglich ist. Wichtig: Beim Pultdach sind die „Absturzseiten“ oft sehr eindeutig – da wird gern „kurz“ gearbeitet. Genau da lohnt sich die passende Fanglösung.

Einfamilienhaus mit Pultdach

Flachdach: wirkt harmlos – ist an der Kante aber genauso ernst

So erkennst du’s: Sehr geringe Neigung. Häufig mit Attika (kleine „Mauer“ am Rand) oder ohne – dann ist die Kante frei.

Gerüst-Empfehlung: Für Flachdächer brauchst du in der Praxis oft keine „Dachfanggerüste“, sondern eine Dachrandsicherung / Flachdachsicherung (für das Einrüsten bei einem Flachdach). Viele Systeme für Flachdächer sind als temporäre Seitenschutzsysteme nach DIN EN 13374 (z. B. Klasse A) geprüft – also genau dafür gedacht, den Dachrand abzusichern.

Die Hersteller-/Systembeschreibungen sprechen oft von Einsatzbereichen bei geringen Dachneigungen (z. B. bis 10° oder bis 15°, je nach System).

Einfamilienhaus mit Flachdach

Und das Rollgerüst? Ein Rollgerüst kann super sein – aber eher für kleinere Arbeiten an Fassade/Unterkante oder wenn du innen (z. B. Halle) oder auf festem Untergrund arbeitest und nicht „an der Dachkante turnst“. Am Dachrand ersetzt es keine saubere Dachrandsicherung.

Mansarddach: „Knickdach“ (unten steil, oben flacher)

So erkennst du’s: Das Dach hat einen sichtbaren Knick: unten sehr steil, darüber flacher. Kommt oft bei Altbauten vor.

Gerüst-Empfehlung: Hier brauchst du meistens ein stabil geplantes Arbeitsgerüst, weil du viele Anschlüsse/Details hast und die Arbeitsbereiche länger genutzt werden. Für echte Dacharbeiten gilt wieder: Entscheidend ist Neigung/Absturzhöhe – bei steilen Bereichen kann ein Dachfanggerüst erforderlich werden.

Einfamilienhaus mit Mansardendach

Welche Dachform – welches Gerüst?

Dachform (so sieht’s aus) Typische Arbeiten Welche Gerüstlösung passt?
Satteldach (2 Flächen, oft Dreieck-Giebel) Ziegel/PV/Traufe, plus Fassade Fassadengerüst + Dachfanggerüst (für das Satteldach) bei Dacharbeiten
Walmdach (überall geneigte Flächen, kein Giebel) Dachrinne rundum, Fassade, Dacharbeiten Umlaufendes Fassadengerüst, ggf. Dachfanggerüst je nach Neigung/Absturzhöhe
Krüppelwalmdach (Walm oben, Giebelrest) Giebelrest/Ortgang, Anschlüsse Fassadengerüst + Giebelgerüst für den Giebelbereich
Pultdach (1 geneigte Fläche) Ortgang/Traufe/PV Fanggerüst (Pultdach) wenn Seitenschutz nicht möglich ist (bei geringer Neigung) + ggf. Fassadengerüst
Flachdach (geringe Neigung, Dachrand/Attika) Abdichtung, Attika, PV, Wartung Flachdachabstützung / Flachdachsicherung als Dachrandsicherung (DIN EN 13374 je nach System)
Kleine/kurze Arbeiten (z. B. punktuell) Reparatur, Montage, innen/eben Rollgerüst – wenn Untergrund/Platz passt (nicht als Ersatz für Dachrand-Sicherung)

Mini-Praxisregel (die dir wirklich Zeit spart)

Wenn du nur an der Fassade arbeitest, ist ein Fassadengerüst oft die saubere Lösung. Sobald du aber am Dachrand / an der Traufe / am Ortgang arbeitest, brauchst du eine zusätzliche Sicherung – und dann entscheidet:

  • Flachdach → eher Flachdachabstützung / Dachrandsicherung (Seitenschutzsystem).
  • Geneigtes Dach (je nach Neigung/Absturzhöhe) → Dachfanggerüst oder Fanggerüst als Auffanglösung, wenn klassische Absturzsicherungen nicht gehen.
  • Giebelbereich → Giebelgerüst (weil die Giebelfläche/Ortgangzone sonst oft „unangenehm“ zu arbeiten ist).

Gerüst kaufen – wann lohnt sich das?

Wenn du als Betrieb regelmäßig an Fassade und Dach arbeitest, oder als Heimwerker mehrere Projekte am Haus planst (Fassade, PV, Dachrinne, Anstrich), kann Gerüst kaufen absolut Sinn machen – weil du flexibler bist und dir die wiederkehrenden Auf-/Abbau- und Miet-Themen sparst.

Praktisch gedacht:

  • Fassadengerüst ist oft die Basis (für viele Projekte).
  • Dazu je nach Dachtyp: Dachfanggerüst, Fanggerüst, Flachdachabstützung oder Giebelgerüst.

Fragen? Dann ruf uns gene unter der 08225-3090870 oder schreibe uns eine Mail an info@rolle-gerueste.de an wir helfen dir gerne weiter und beraten dich passend zu deinen Anforderungen.

Häufig gestellte Fragen:

Wenn du auf geneigten Dächern arbeitest und eine Dachschutzwand/Seitenschutz nicht sinnvoll möglich ist, kommen Dachfanggerüste als Auffanglösung in Betracht. BG BAU beschreibt Dachfanggerüste genau dafür. Für steilere Dächer und relevante Absturzhöhen wird das in Praxis-Unterlagen ebenfalls so zusammengefasst (Neigungsbereich >22,5° bis 60°, Absturzhöhe >2 m).

Fanggerüste sind Schutzgerüste, die abstürzende Personen auffangen sollen. Sie werden genutzt, wenn an der Absturzkante kein Seitenschutz möglich ist – z. B. bei Flächen bis ca. 22,5° Neigung. Dachfanggerüste sind eine spezielle Form für Arbeiten an geneigten Dachflächen.

Nicht automatisch ein Fassadengerüst – aber eine saubere Dachrandsicherung ist bei Arbeiten am Rand das A und O. Viele Systeme sind als temporärer Seitenschutz nach DIN EN 13374 (z. B. Klasse A) geprüft.

Wenn du den Giebel (Stirnseite/Ortgangzone) einrüsten musst – z. B. für Verkleidung, Anschlüsse, Reparaturen oder Anstrich.

Elena Burgardt ist eine erfahrene Expertin im Bereich Gerüstbau und Sicherheit. Sie verfügt über umfangreiches Wissen in der Planung, Konstruktion und Inspektion von Gerüsten für verschiedene Anwendungen. Elena teilt ihr Fachwissen gerne durch das Schreiben informativer Artikel und Beiträge im Bereich Gerüst. Sie ist bestrebt, Lesern fundierte Informationen und nützliche Ratschläge zu bieten, um die richtigen Entscheidungen bei Gerüstprojekten zu treffen und die Sicherheit zu gewährleisten.

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