Änderungen der TRBS 2121 Teil 1 und Teil 2

02.12.2019 09:50

Wir blicken zurück auf das Jahr 2019

Jettingen-Scheppach. Das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und wir möchten dir aufzeigen, was sich in diesem Jahr, im Gerüstbau getan hat.

Seit Februar diesen Jahres sind die neuen Änderungen der technischen Regeln für Betriebssicherheit TRBS 2121 Teil 1 „Gefährdung von Beschäftigen durch Absturz bei der Verwendung von Gerüsten“ und TRBS 2121 Teil 2 „ Gefährdung von Beschäftigen bei der Verwendung von Leitern“ angepasst worden. Aber was genau wurde geändert und was musst du beim Gerüst aufbau beachten?

Um dir alle Punkte ausführlich erklären zu können, müsste wir wahrscheinlich ein Buch schreiben, daher nur ein kleiner Auszug der Bestandteile der TRBS.

Sicherung gegen Absturz

Die wohl wichtigste und umstrittenste Änderung ist wohl die „Sicherung gegen Absturz beim Auf-, Um- und Abbau eines Gerüstes.“ Früher hat das PSAgA vollkommen ausgereicht, doch seid den Änderungen sieht es anders aus.

„Die Absturzsicherung ist eine technische Schutzmaßnahme und ist als Seitenschutz auszuführen. Vor dem vertikalen Handtransport von Gerüstbauteilen muss in dem jeweiligen Gerüstabschnitt in den Gerüstfeldern mindestens ein zweiteiliger Seitenschutz (bestehend aus Geländer und Zwischenholm) vorhanden sein. Auf der obersten Gerüstlage ist für den Horizontaltransport von Gerüstbauteilen bei durchgehender Gerüstflucht mindestens ein einteiliger Seitenschutz oder ein Montagesicherungsgeländer zu verwenden, sofern nicht bauliche Gegebenheiten, wie z. B. Balkone, Erker oder besondere Gerüstbauarten, wie z. B. Hänge- oder Raumgerüst, diese Maßnahme der Absturzsicherung nicht ermöglichen.

Das bedeutet also, dass die oberste noch nicht fertig erstellte Gerüstlage, bereits von unten gesichert werden muss, bevor der Gerüstersteller / Gerüstbauer einen Schritt drauf machen darf.

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Hier auf der Grafik der BG Bau ganz gut dargestellt.

Als Schutzmaßnahme ist ein Seitenschutz, vorlaufender Seitenschutz oder ein Montagesicherungsgeländer (MSG) einzusetzen. Sind Absturzsicherungen nicht möglich, müssen Auffangeinrichtungen, z. B. Schutzgerüste, Schutznetze usw. verwendet werden. Doch sind die Begebenheiten begrenzt und es ist nicht möglich ein MSG anzubringen, so muss eine geeignete persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA) verwendet werden.

Ein zusätzlicher Hinweis für den Materialtransport besagt, dass der vertikale Handtransport nur noch bis zu einer Längsabwicklung bis 14 m Gerüsthöhe erlaubt ist, darüber hinaus sollten beim Auf- und Abbau von Gerüsten beim Vertikaltransport ergonomische Arbeitsmittel verwendet werden wie z. B. Bauaufzüge und Seilrollenaufzüge.

Auch wir haben mithilfe unseres gesamten Teams, ein geeignetes Montagesicherungsgeländer entwickelt. Der Vorteil vom Blizzard S70 MSG – du hast einen sofortigen zweiteiligen Seitenschutz. Mehr dazu erfährst du hier.

Zugänge zu Gerüsten

Auch hier hat sich einiges getan seid den neuen Regelungen. Die Gefährdung ist klar, sind nämlich nicht alle Arbeitsplätze auf dem Gerüst über einen sicheren Zugang erreichbar, können Absturzunfälle die Folge sein. Auch ein fehlender Seitenschutz an Treppen oder nicht fixierte Leitern können zu Unfällen führen.

Aus diesem Grund, muss jeder Arbeitsplatz auf dem Gerüst über einen sicheren Zugang erreichbar sein. Auch alle Zugänge mit Aufzügen, Transportbühnen oder Treppen haben Vorrang vor Leitern. Daher empfiehlt es sich, einen Treppenturm statt Durchstiegen zu errichten, falls möglich. Selbstverständlich ist der Zugang über die innen liegenden Leitern immer noch zulässig, doch nur bis zu einer Aufstiegshöhe von max. 5 m oder bei arbeiten an Einfamilienhäusern (nur wenn die bestehenden Gefährdungen in der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigt werden).

Das war natürlich noch nicht alles, weitere Informationen zu allen Änderungen können Sie sich hier downloaden -> Aktualisierung von Bausteinen.

Es gab nämlich nicht nur Änderungen in den Arbeitsverfahren, sondern auch bei vielen Arbeitsmitteln und Formularen. Die aktuelle Version des „Baustein Merkheftes Gerüstbau“ kannst du dir jederzeit hier runterladen → www.bgbau.de/bausteine-trbs2121. Das neue Merkheft mit allen Änderungen ist laut BG Bau ab Mitte Dezember erhältlich.

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**Hinweis: Gemäß der Vermischungszulassung Nr. Z-8.1-974 vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin, dürfen die in Tabelle 1 aufgeführten Gerüstteile des Rolle Blizzard S70 Gerüstes, mit Gerüstteilen des Layher Blitzgerüstes 70S, gemäß deren Zulassung Nr. Z-8.1-16.2 verwendet werden. Rolle Gerüstvertrieb e. K steht in keiner Geschäftsbeziehung mit der Wilhelm Layher GmbH & Co KG. Bei Artikeln mit (*) ist das Zulassungsverfahren beim Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin beantragt. Es kann vorkommen, dass Gerüstteile keine Kennzeichnung bzw. keine Zulassung haben. Ein Einsatz dieser Gerüstteile ist möglich, wenn im Einzelfall zuvor eine baurechtliche Zustimmung eingeholt wird.
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